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Junge Menschen mit Smartphones

#nopostingtoday: Der Social-Media-Guide für Azubis

Peinliche Partyfotos, politische Statements, unsichere Passwörter: bei Facebook, Instagram & Co. kannst du als Azubi einiges falsch machen. Unser Guide erklärt, wie´s richtig geht.

Partyfotos

Du bist krankgeschrieben und hängst seit Tagen zu Hause rum. Langweilig! Zum Glück nehmen dich deine Mädels heute Abend mit zum Feiern. Und weil es so lustig ist, lässt du deine Follower dran teilhaben. Heißt, du postest ein wildes Partyfoto nach dem nächsten.

Warum das keine gute Idee ist:

Grundsätzlich ist Ausgehen im Krankheitsfall nicht verboten. Immerhin musst du auch mal einkaufen oder einfach frische Luft schnappen. Dass du fit genug bist um eine Nacht durchzufeiern, könnte deinen Chef oder deine Chefin allerdings stutzig machen. Außerdem: Selbst wenn du im Club nichts postest, kannst du immer noch auf Fotos von anderen Leuten auftauchen.

Politische Äußerungen

Also, diese Partei ist doch wirklich das Letzte! Damit das auch alle erfahren und ihre Stimme bei der Wahl ja nicht den Falschen geben, sagst du auf Facebook deine Meinung.

Warum das keine gute Idee ist:

Klar, in Deutschland herrscht Meinungsfreiheit. Bei heiklen Themen solltest du allerdings vorsichtig sein, besonders wenn dein Ausbildungsbetrieb mit deinem Posting in Verbindung gebracht werden kann.

Betriebsinterna

Dein Ausbildungssalon ist kurz vor der Pleite. Die Lösung: Auf Facebook berichten, was Sache ist und die Werbetrommel für euren Betrieb rühren. Vielleicht finden sich doch ein paar neue Fans eures Salons?

Warum das keine gute Idee ist:

Dein Engagement in allen Ehren, aber finanzielle Probleme des Salons oder Daten eurer Kundinnen und Kunden sind sogenannte Betriebsinterna, die du nicht weitererzählen darfst. Dazu zählen alle Informationen zum Unternehmen, die nicht offenkundig sind. Postest du solche Geheimnisse trotzdem öffentlich, kann dir gekündigt werden, weil du deine Verschwiegenheitspflicht nicht eingehalten hast.

Selfies

Deine Frisur sitzt heute besonders gut, also muss ein Selfie her, bevor sich das wieder ändert. Im Hintergrund sind zwar noch andere Leute, aber die wird das bestimmt nicht stören. Also mal sehen, wie viele Likes du für das Bild kriegst.

Warum das keine gute Idee ist:

Jede Person hat das sogenannte "Recht am eigenen Bild". Ist die- oder derjenige auf deinem Bild erkennbar, musst du sie darum vor einer Veröffentlichung um Erlaubnis bitten. Es kann auch spezielle Regelungen in deinem Salon geben. Kläre darum erst mit Vorgesetzten ab, inwiefern du Fotos aus dem Salon posten darfst.

Passwörter

Der Name deines Hamsters? Das Geburtsdatum deiner Schwester? Kann man sich gut merken – also perfekt geeignet als Passwort für all deine Accounts.

Warum das keine gute Idee ist:

Anmeldedaten können in wenigen Minuten gehackt werden, besonders wenn sie logische Wörter- oder Zahlenfolgen enthalten. Damit dir das nicht passiert, solltest du nur sichere Passwörter verwenden. Die bestehen aus Groß- und Kleinbuchstaben sowie Zahlen und idealerweise auch Sonderzeichen – je länger, desto besser. Wie du dir dein neues Passwort merken kannst? Nimm einfach die Anfangsbuchstaben und Satzzeichen eines Satzes. Zum Beispiel: Am liebsten würde ich 24 Stunden an 7 Tagen der Woche Haare schneiden. à Alwi24Sa7TdWHs. Außerdem: Nutze am besten für jeden Account ein anderes Passwort.

Online-Lästereien

Dein Kollege hat nen miesen Spruch über dich abgelassen. Das geht echt gar nicht! Darum machst du jetzt das Gleiche und sagst deine Meinung über ihn – auf Instagram.

Warum das keine gute Idee ist:

Beleidigende oder beschuldigende Postings im Internet können weitreichende Folgen haben. Solche Bemerkungen zählen nämlich nicht mehr zur Meinungsfreiheit und können auch ein Kündigungsgrund sein. Sprich dich also lieber im privaten Umfeld bei Freunden aus.

Freundschaftsanfragen

Ist das etwa dein Chef, der dir eine Freundschaftsanfrage bei Facebook geschickt hat? Das ist ja nett! Du nimmst sie an und durchstöberst neugierig sein Profil. Sehr interessant, was er so in seiner Freizeit treibt.

Warum das keine gute Idee ist:

Denk lieber zwei Mal nach, bevor du Freundschaftsanfragen von Vorgesetzten annimmst. Sie können dann nämlich auch dein Privatleben verfolgen. Schau dir darum dein eigenes Profil und deine Privatsphäreneinstellungen genau an und überlege dir, ob du das möchtest. Wenn nicht, sprichst du die Person am besten ehrlich darauf an. Schlag doch eine Vernetzung über professionellere Plattformen, wie zum Beispiel Xing, vor.

26.09.2018

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