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Bullet Journal: Doppelseite aus einem selbst gestalteten Terminplaner

Bullet Journal: Passt zu mir!

Du hast in den Spalten und Zeilen deines Kalenders nie genug Platz, um alle deine Termine unterzubringen? Wichtige Termine siehst du immer erst kurz vorher? Dann ist vielleicht ein Bullet Journal das richtige für dich!

Die üblichen Terminplaner sind zwar prima Helfer, passen aber nicht unbedingt zu deinen Bedürfnissen. Mit einem Bullet Journal kannst du das selbst in die Hand nehmen - und dabei gleichzeitig deiner Kreativität freien Lauf lassen.

Bullet Journal: Was ist das?

Ein Bullet Journal ist ein Termin- und Aufgabenplaner, aber viel individueller, denn du gestaltest jede Seite selbst. Wie das geht? Du zeichnest die Kalender- und Notizenstrukturen selbst ein und nutzt dabei so viel Platz, wie du brauchst. Daneben ist dann noch Raum für Extras: Egal, ob Zeichnungen in schwarz-weiß oder bunt, kleine Diagramme oder ein wöchentlicher Essensplan. Du kannst für alles Platz einplanen. Wir zeigen dir in ein paar Schritten, wie du ein eigenes Bullet Journal erstellst.

Schritt 1: Kauf dir ein leeres Notizbuch

Ob Ringbuch oder gebunden; liniert, kariert oder gepunktet; A5 oder A4 - die Wahl liegt bei dir. Denke aber daran, dass du es die meiste Zeit des Tages mit dir rumträgst. Dazu brauchst du noch einen Stift und ein Lineal. Du magst es bunt? Dann kannst du dir noch ein paar Bunt- oder Filzstifte zur Seite legen.

Schritt 2: Deckblatt und Index gestalten

Auf der ersten Seite kannst du ein Deckblatt gestalten, auf dem zum Beispiel "Bullet Journal" und dein Name steht. Dann kommt als erstes auf zwei Seiten dein Index. Er ist fester Bestandteil jedes Bullet Journals. Hier trägst du listenartig ein, was auf welcher Seite zu finden ist, wie bei einem Inhaltsverzeichnis. Du musst nicht alles sofort festlegen. Es wird im Verlauf einfach immer weiter ergänzt. Deshalb ist es wichtig, dass du alle Seiten des Journals durchgängig nummerierst.

Schritt 3: Jahreskalender

Blättere eine Seite weiter. Hier entsteht dein Jahreskalender. Er kann über zwei Seiten gehen, aber auch über sechs - je nach dem, wie viele Monate du auf eine Seite packst. Er kann ein ganzes Jahr oder auch nur einen Teil umfassen, zum Beispiel von dem Monat, an dem du anfängst, bis Dezember. Zeichne die einzelnen Monatsansichten mit den Wochentagen und den Daten. Zusätzlich hältst du für jeden Monat ein paar Zeilen für Notizen frei. Hier könntest du Hochzeiten, Prüfungen oder sehr wichtige Aufgaben festhalten. Wie du die Monate und Zeilen für Einträge aufteilst, ist dir, deiner Kreativität und deinen Bedürfnissen überlassen.

Schritt 4: Monatskalender

Blättere wieder eine Seite weiter für den Monatskalender. Auch hier gilt: Lass genügend Platz für Notizen. Du kannst zum Beispiel auf einer Seite den Monatskalender (mit Tagen und Datum) einzeichnen und die andere Seite für Einträge nutzen. Zur besseren Übersicht kannst du Einträge nach Rubriken sortieren.

Schritt 5: Wochenkalender

Auf den nächsten Seiten kann dann ein Wochenkalender entstehen. Ob du diesen brauchst oder nicht, musst du selbst entscheiden. Manche starten auch direkt mit den einzelnen Tagen. Bringst du die Tage von Montag bis Sonntag auf zwei Seiten unter, hast du dadurch eine Wochenübersicht quasi schon integriert. Wieder entscheidend: Was passt zu deinen Bedürfnissen. Lass zusätzlich ein paar Zeilen Platz für weitergehende Notizen frei.

Schritt 6: Einzelne Tage

Du kannst pro Blatt mehrere Tage unterbringen oder pro Tag eine ganze Seite nutzen. Du kannst die Seiten einfach in größere Zeilen aufteilen oder die Tage als Kalenderblätter einzeichnen. Oder es auch ganz anders machen.

Schritt 7: Aufgaben = dunkle Punkte; Termine = hohle Punkte

Lege eine Legende an: Damit du auf einen Blick erfasst, worum es sich bei einem Eintrag handelt, gibt es eine Legende. In der Regel werden Aufgaben mit einem dunklen Punkt und Termine mit einem hohlen Punkt gekennzeichnet. Wichtige Dinge werden über den Zeichen mit einem Sternchen "*" gekennzeichnet, erledigte Dinge mit einem "X" ausgekreuzt. Du kannst dir für andere Dinge auch eigene Symbole ausdenken, zum Beispiel eine gezeichnete Kerze für einen Geburtstag. Damit du weißt, was wofür steht, kannst du dir eine Seite mit der Legende anlegen, zum Beispiel direkt vor oder nach dem Jahreskalender.

Wichtig: Termine verschieben mit Köpfchen

Die einzelnen Kalender bzw. Kalenderblätter korrespondieren miteinander. Achte darauf, dass du verschobene Termine entsprechend für den nächsten Tag, die nächste Woche oder den nächsten Monat einträgst. Verschiebst du eine Sache über eine Woche hinaus, kann es zum Beispiel hilfreich sein, diesen Punkt in den wöchentlichen Notizen-Zeilen festzuhalten. Dann musst du bei den nächsten Einträgen nur noch deine Notizen durchgehen. Auch Termine und Aufgaben aus dem Jahres- und Monatskalender solltest du in die Woche und den Tag übertragen.

Neben diesen Grundelementen für ein Bullet Journal ist nun aber auch Platz für deine ganz eigenen Seiten.

Mögliche weitere Ideen, die du in dein Bullet Journal eintragen kannst

  • Du hast dir zum Beispiel vornehmen pro Monat ein Buch zu lesen oder jeden Tag 2,5 Liter Wasser zu trinken. Das kannst du in Diagrammen festhalten. Dies kannst du auf extra Seiten machen oder einfach im Monats- oder Tageskalender ein bisschen Platz dafür einräumen.
  • Du freust dich schon lange auf deinen ersehnten Urlaub? Im entsprechenden Monat kannst du dir im Zuge der Vorfreude zum Beispiel Urlaubsseiten anlegen. Zeichne ein, was du sehen willst. Notiere, was du mitnehmen möchtest oder im Voraus organisieren musst.
  • Deine Mutter hat dir endlich das Rezept für deinen Lieblingskuchen verraten? Dann trage es in deinem Bullet Journal ein. Mit der entsprechenden Angabe im Index findest du es immer wieder.
  • Du liebst Sport, hältst deine Erfolge gern fest und analysiert deinen Fortschritt? Auch dafür ist in deinem Bullet Journal Platz.

Am Anfang musst du dir zwar ein bisschen Zeit nehmen, hast du aber erstmal eine Struktur für dich gefunden, geht es wie von selbst. Der Vorteil des Bullet Journals: Es wächst mit dir. Wenn du von der Ausbildung mit Schule in das reine Arbeitsleben wechselst, können deine Tage und die Bedürfnisse an deinen Planer ganz anders aussehen. Vielleicht funktioniert dein zunächst ausgedachtes System so auch nicht für dich. Auf der nächsten Seite kannst du direkt alles anders machen.

Lass dich von anderen inspirieren

Du weißt nicht welche Struktur zu dir passt? Dann kannst du dich im Internet inspirierend lassen. Auf Youtube und Pinterest zeigen viele User ihre gestalteten Bullet Journals.

21.06.2017

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