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Laura mit Schere in der Hand im Salon

Haltung bewahren – Titelmodel Laura

Seit 2016 macht Laura (33) einen Meisterkurs in Konstanz. Bei ihrer Arbeit achtet sie auf eine rückengerechte Haltung. Warum das so wichtig ist, hat sie bereits in ihrer Ausbildung gelernt.

Laura+mit+Schere+in+der+Hand+im+Salon (Bild anzeigen) Laura, angehende Friseurmeisterin, achtet bei der Arbeit auf eine rückengerechte Haltung.(Foto: wdv/ Matthias Schmiedel)

Laura+sitzt+auf+dem+Rollhocker+und+schneidet+einer+Kundin+die+Haare. (Bild anzeigen) Wenn es geht, setzt sich Laura beim Arbeiten hin – mit geradem Rücken und den Fußsohlen fest auf dem Boden. Das entlastet den Rücken.(Foto: wdv/ Matthias Schmiedel)

Laura+stellt+per+Fu%C3%9Fhebel+den+Frisierstuhl+ein. (Bild anzeigen) Laura stellt den Frisierstuhl auf die richtige Höhe für ihre Körpergröße ein. Dann muss sie sich beim Schneiden nicht nach vorne beugen.(Foto: wdv/ Matthias Schmiedel)

Laura+holt+eine+Haarspraydose+aus+dem+Boy (Bild anzeigen) Um etwas aus einer unteren Schublade zu holen, geht Laura in die Hocke.(Foto: wdv/ Matthias Schmiedel)

Laura+w%C3%A4scht+die+Haare+einer+Kundin (Bild anzeigen) Mit geradem Oberkörper, lockeren Knien und locker nach unten fallenden Schultern ist die Arbeit für den Rücken weniger belastend.(Foto: wdv/ Matthias Schmiedel)

Laura+steht+hinter+der+Kundin+und+schneidet+Haare (Bild anzeigen) Die richtige Körperhaltung bei der Arbeit: So entstehen Rückenprobleme erst gar nicht.(Foto: wdv/ Matthias Schmiedel)

Wollte schon immer Friseurin werden

Laura hatte schon immer Spaß daran, ihren Freundinnen die Haare hochzustecken oder zu flechten. "Ich habe mir gedacht: Warum machst du nicht einfach das, was dir Freude bereitet, zu deinem Beruf", erzählt die 33-Jährige, während sie gerade einer jungen Frau die Haare wäscht.

Bevor sie Friseurin wurde, absolvierte sie eine Ausbildung zur Mediengestalterin Bild und Ton. Später entschied sie sich dann aber, die berufliche Richtung einzuschlagen, die sie schon immer interessierte: Friseurin.

Rückenhaltung von Anfang an sehr wichtig

An ein Thema hatte sie damals noch nicht gedacht, dafür ist es ihr heute umso wichtiger: die richtige Körperhaltung bei der Arbeit. Denn durch falsches Stehen, Bücken und durch Verdrehungen können auch bei Jüngeren Rückenprobleme entstehen.

"In der Berufsschulklasse hat man uns gesagt, dass die Rückenhaltung von Anfang an sehr wichtig ist", erinnert sich Laura.

Kurs zur Meisterin direkt nach der Ausbildung

Vom Waschbecken wechselt sie zum Frisierstuhl. Mit ihrem Fuß pumpt Laura den Stuhlnach oben, bis er auf die richtige Arbeitshöhe für sie eingestellt ist. Sie geht nah heran, überlegt kurz und überprüft ihre Haltung. Dann beginnt sie zu schneiden.

Laura macht in Konstanz derzeit ihre Meisterin - direkt im Anschluss an ihre Ausbildung. Nach einem Ausbildungsplatz hat sie damals nicht lange suchen müssen. "Ich habe im ersten Betrieb angerufen und konnte noch am selben Tag zu einem Gespräch vorbeikommen", erzählt sie.

Kleinigkeiten, die zusammen viel ausmachen

Damit wurde auch das rückengerechte Arbeiten ein großes Thema. Egal, ob beim Stehen oder Sitzen: Den Frisierstuhl auf die richtige Höhe einstellen, ein gerader Rücken, lockere Knie und Schultern, frontales Arbeiten und die Arme nicht über Schulterhöhe anheben – das alles sind Kleinigkeiten, die zusammen viel ausmachen.

In stressigen Situationen ist es Laura aber nicht immer leichtgefallen, auf alles zu achten: "Gerade wenn der Laden voll war und die Kunden und Kundinnen schon länger gewartet haben, ist das manchmal untergegangen."

Arbeiten auch im Sitzen erledigen

Umso wichtiger, dass sie sich im Team immer wieder gegenseitig unterstützt und auf ungünstige Haltungen hingewiesen haben. Um ihren Rücken zu entlasten, achtet Laura zudem darauf, einige Arbeiten auch im Sitzen zu erledigen – zum Beispiel beim Schneiden der unteren Haare am Hinterkopf.

"Dann nutze ich den Rollhocker", erzählt sie. Der Schnitt ist fertig. Nun sollen die Haare fixiert werden. Laura geht aufrecht in die Hocke, um aus dem Rollwagen das Haarspray zu holen.

Später selbstständig machen – als Meisterin

"Ich möchte später meinen eigenen Salon eröffnen", erzählt sie. "Wenn du dich selbstständig machst, ist die Meisterin von Vorteil. Dann kannst du auch ausbilden, und das möchte ich auf jeden Fall", sagt Laura selbstbewusst.

Über das Thema "rückengerechtes Arbeiten" hat sie sich deshalb auch in ihrer Rolle als zukünftige Ausbilderin Gedanken gemacht. "Ich möchte das weitergeben, was auch mir beigebracht wurde: dass die Auszubildenden sich zum Beispiel die Zeit nehmen, in der richtigen Haltung in die Hocke zu gehen."

Höhenverstellbare Frisierstühle und Hocker – ein Muss

Der Grund liegt für sie klar auf der Hand: "Wenn ich jemanden erfolgreich ausbilde, möchte ich die Person auch übernehmen – und zwar mit einem gesunden Rücken." Auch technische Maßnahmen und Hilfsmittel sind für Laura unerlässlich.

"Ich werde auf eine hochwertige Ausstattung für die Einrichtung meines Salons achten, die auch das Arbeiten erleichtern soll." Höhenverstellbare Frisierstühle gehören für sie dabei genauso zum Standard wie auf die optimale Höhe einstellbare Hocker. Inzwischen hat die Kundin bezahlt und den Salon verlassen.

 

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23.03.2017

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